Brandrodung in Brasilien und Europa: Handeln statt kritisieren
Von Friedrich Helmke Der “arco de desmatamento”, der Abholzbogen im Süden des Amazonasgebiets, erstreckt sich von Ost nach West über ein riesiges Gebiet, in dem seit Jahrzehnten systematisch abgeholzt und verbrannt wird. Vom Atlantik bis nach Bolivien rodet man seit der Erschließung des Amzonasgebiets durch die Militärregierung in den neunzehnhundert-siebziger Jahren. Das gute Holz wird verkauft, die anderen Bäume lässt man tocknen und verbrennt sie dann während der Trockenperiode. Es gibt seit Jahren einen Index mit dem man die Geschwindigkeit der Rodungen misst, dieser hat dieses Jahr ziemlich zugelegt, weil der neue Präsident wissen ließ, dass er eher für die Erschließung des Amazonas ist. Kaum jemand spricht davon, das Brandroden überhaupt zu stoppen, es wird lediglich mehr oder weniger gebremst, je nach Regierung. Laut Gesetz muss eine bestimmte Fläche des Anbaugebiets als Wald erhalten bleiben, das funktioniert im modernen Südosten des Landes ganz gut. Im Amazonas ist...